Indien startet KI-Labore an Schulen und erneuert Universitätsprogramme
Indien führt künstliche Intelligenz aktiv auf allen Ebenen in das Bildungssystem ein.
Im Bundesstaat Maharashtra eröffnen die ersten spezialisierten KI-Labore für Schüler, und landesweit aktualisieren Universitäten ihre Lehrpläne, indem sie das Studium neuronaler Netze, 5G und Halbleiterdesign integrieren.
Die Behörden des Bundesstaates Maharashtra haben beschlossen, spezialisierte Laboratorien für künstliche Intelligenz in einer Reihe von Schulen zu eröffnen. Dort werden die Schüler praktische Fähigkeiten im Umgang mit modernen Technologien erwerben - von der Programmierung in Python bis hin zu Robotik und maschinellem Lernen.
Eines der ersten Beispiele ist die SERI International School in Pune, wo bereits ein KI-Labor mit einem praxisorientierten Ansatz eröffnet wurde. Der Lehrplan macht die Schüler durch Projektarbeit und Experimente mit künstlicher Intelligenz, Robotik und Programmierung vertraut. Eine weitere Schule im Bundesstaat, RFSLEM, erhielt den Status der "ersten KI-Schule" in Maharashtra. Diese Initiative wird als Teil einer landesweiten Strategie betrachtet: Die indische Regierung hat über den All India Council for Technical Education (AICTE) bereits die Anzahl der staatlich finanzierten Studienplätze in technischen Fächern im Zusammenhang mit KI und angrenzenden Bereichen erhöht, darunter ein 50-prozentiges Wachstum der Zulassungen zu Programmen in künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen, Cybersicherheit und Blockchain.
Parallel zu den schulischen Initiativen erneuert Indien die Programme der Hochschulbildung. Die Regierung folgt dem von Premierminister Narendra Modi vorgegebenen Kurs: "KI in Indien entwickeln und sie zum Wohle Indiens einsetzen". Die führenden technischen Hochschulen des Landes, darunter die indischen Technologieinstitute (IITs), überarbeiten ihre Lehrpläne, um den sich schnell ändernden Anforderungen der Industrie und den Bestimmungen des NEP 2020 gerecht zu werden. So hat die Delhi Technological University (DTU) mehrere neue Bachelor- und Masterprogramme in den Bereichen KI, VLSI-Design und Cybersicherheit eingeführt.
Das Ausmaß der Veränderungen wird durch eine beträchtliche Finanzierung bestätigt. Im Haushalt der Union für das Haushaltsjahr 2025/26 stellte die Regierung 500 Krore Rupien (etwa 60 Millionen Dollar) für die Einrichtung eines Centre of Excellence im Bereich KI für die Bildung bereit. Für das Jahr 2026/27 wurden von diesem Betrag bereits 100 Krore Rupien bereitgestellt.
Das Zentrum, das den Namen "Bodhan AI" trägt und seinen Sitz am IIT Madras hat, soll als nationale Drehscheibe für die Integration von KI in den Bildungsprozess dienen. Es wird sich mit der Entwicklung des Bharat EduAI Stack befassen - einer offenen digitalen öffentlichen Infrastruktur (DPI) auf der Grundlage indischer KI-Modelle zur Gewährleistung der Datensouveränität. Diese Plattform wird es Bundesstaaten, Bildungseinrichtungen und EdTech-Startups ermöglichen, Bildungswerkzeuge zu erstellen, ohne parallele Systeme von Grund auf neu entwickeln zu müssen.
Innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate plant Bodhan AI, Pilotprojekte mit KI-Werkzeugen in zwei bis drei Bundesstaaten zu starten und dabei 10-25% der Schulen in ausgewählten Regionen abzudecken, um die Auswirkungen auf die Leistungen und das gesamte Bildungssystem zu messen.
Wie man in eine Führungsposition kommt, ohne zum Feind des Teams zu werden
„Alles geklaut!“: Wie Urheber ihre Inhalte im Zeitalter des KI-Kopierens schützen können
Neue Privatschule für 65.000 Dollar nutzt KI für nur zwei Stunden Unterricht pro Tag
Test. Ihr historischer Mentor: Wer hilft Ihnen, Ihr Potenzial zu entfalten?
Test. Wo „läuft“ dir an Wochentagen die Energie weg?
Welches Frühlings-Upgrade braucht deine Karriere?