Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie haben viele amerikanische Schüler immer noch keine Möglichkeit, am Online-Unterricht teilzunehmen
Auch die Lehrer in den USA sind nicht von Problemen verschont geblieben. Wegen der instabilen WLAN-Verbindung sind viele von ihnen nicht imstande, den Unterricht zu erteilen und die Prüfungen abzunehmen.
Der Schullehrer Jaime Losano aus Los Angeles gibt zu, es stehe nicht in seiner Macht, im Online-Format die Aufmerksamkeit der Grundschulkinder kontinuierlich aufrechtzuerhalten. Da können weder die interessanten Unterrichtsthemen noch das unwiderstehliche Charisma des Lehrers selbst helfen. Als Grund dafür gibt Jaime die instabile Internet-Verbindung an. Auch seine Schüler sind mit diesem Problem konfrontiert, denn einen sicheren Zugang zum Netz kann sich bei weitem nicht jede amerikanische Familie leisten, wobei in einigen Regionen gar kein Internet vorhanden ist. Nach Angaben von Microsoft haben 2019 mehr als 157 Millionen US-Bürger, das ist fast die Hälfte der Bevölkerung, kein schnelles Internet verwenden können. Laut Berichten von Common Sense Media haben etwa 16 Millionen Schüler vor der Einführung des Online-Unterrichts keinen Internet-Zugang gehabt. Trotz der massiven Verbreitung von Laptops und der Errichtung von WiFi-Hotspots, die die Behörden in einigen US-Bundesstaaten veranlasst haben, kann von einer erheblichen Verbesserung der Situation noch nicht die Rede sein.
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